Ab in die Natur. Abstand finden. Batterien auftanken.

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Die letzten Wochen und Monate haben körperlich an mir gezehrt. Schon lang hab ich mich übers Wochenende nicht mehr erholt. Um Abstand zu finden, fuhren Lieblingsmensch und ich heute in den Nordschwarzwald. Auf den Streifzug nach Schnee. Mit an Bord meine neuen Trailstöcke. Black Diamonds. Carbon.

Am Fasendsonndag will die Fahrt gut geplant sein – zumal in den Dörfern und Städtchen Fasendumzüge stattfanden. Wir fuhren die Schwarzwaldhochstraße hinauf und suchten uns am Mummelsee einen Parkplatz. Ab ca. 800 Metern lag jede Menge Schnee und insofern waren jede Menge Wintersportler ebenfalls unterwegs. Vom Mummelsee aus starteten wir, jede Menge Menschen unterwegs, viele auf Schneeschuhen. Wir drehten zunächst eine Runde um den Mummelsee, der heute einfach verschwunden war. Unter einer Decke von Eis und Schnee…

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Hammer, einfach zugefroren. Doch wer weiß, ob die Eisdecke halten würde – von daher keine Experimente. Vom Mummelsee aus ging’s weiter zur Hornisgrinde hinauf, wunderbar mit meinen neuen Trailstöcken, doch auch anstrengend, da es frisch geschneit hatte und der Weg nun wirklich nicht trittfest war.

Oben auf der Hornisgrinde pfeifte der Wind und wir liefen weiter. Es war derart nebelig, dass wir kaum den Weg erkennen konnten, immer nur das nächste pinkfarbene Schild mit dem Hinweis auf Schneeschuhen. Wir beschlossen, weiter Richtung Ochsenstall / Untersmatt zu laufen, was bei dem Nebel eine Herausforderung war. Irgendwann tauchte wir wieder in den Wald ein und zwischen Ochsenstall und Untersmatt fanden wir einen Weg, der uns wieder Richtung Mummelsee führte. Einen nahezu unberührten Trail, der im Sommer von den Mountainbikern befahren wird.

Nach 9,5 km kamen wir wieder am Mummelsee an. Die Schwarzwaldhochstraße runterzufahren ging noch nicht, da die Durchfahrt in Forbach wegen des Fasendumzuges bis 16 Uhr gesperrt war. Also fuhren wir hoch zum Kniebis, um dort den legendären Wurstsalat zu genießen – ich habe meinem Lieblingsmensch über ein Jahr von diesem vorgeschwärmt. Anschließend fuhren wir die Schwarzwaldtälerstraße hinunter, durch Freudenstadt und Baiersbronn und wieder zurück in die Pfalz.

Ein paar Stunden Köpfchen frei, Abstand finden.

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Zuhause holte mich die Realität schnell ein. Wenn jemand seine Probleme leugnet und diese nicht sehen will, dann zieht sich dies durch. Noch immer staune ich ungläubig, doch mein Weg ist klar. Kräftezehrend. Immerhin, mein BMI sinkt.

… Fortsetzung folgt …

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